Verfasst von: Kalle Kolumna | 12.11.08

Guy Fawkes – Bonfire Night

oxford-2174

Mehr Feuerwerk und Bonfire hier.

Nach Halloween will ich nun auch noch einen kleinen Guy Fawkes – Bonfire Night Rückblick nachreichen. Hier ist die Verspätung auch groß, allerdings nicht ganz so eminent. Dieser spezielle Britische Tag war zwar an sich schon Mittwoch vor einer Woche datiert (sollte mindestens den fleißigen English-Speaking Cultures Studenten bekannt sein: Remember, remember the fifth of november…), die großen Feierlichkeiten in Oxford fanden aber erst am Samstag statt.

Um einen flüchtigen Einstieg in die Thematik zu liefern hier ein kurzer Kursus in Sachen Englische Historie (und wer könnte das besser als dieses Wikipedia, von dem immer alle reden?):

Guy Fawkes (eigentlich Guido Fawkes; auch Faux oder Faukes; * 13. April 1570 in Stonegate, York; † 31. Januar 1606 in London) war ein englisch-katholischer Offizier, der am 5. November 1605 ein Attentat auf den englischen König Jakob I. Versuchte. (…) Im UK wird dieses Ereignis jedes Jahr am 5. November unter dem Namen Bonfire Night gefeiert. Dabei finden in vielen Orten Straßenumzüge oder ein Fackelzug statt, bei dem eine Guy-Fawkes-Puppe verbrannt wird und Feuerwerke entzündet werden. In Großbritannien sagt man auch heute noch scherzhaft, dass Guy Fawkes der einzige Mann sei, der je mit ehrlichen Absichten in das Parlament gegangen ist.

Und so trug es sich zu, dass schon am besagten Mittwoch ordentlich geballert wurde, allerdings kein größeres Feuer oder ähnliches ausgemacht werden konnte.

Am Samstag pilgerten wir dann bei anfangs guten äußeren Bedingungen zum South Park. Während des Feuerwerks, dass sich Entertainment-Technisch weit hinter dem Bremer Osterfeufeuerwerk einreihen muss, fing es dann böse an zu regnen und stürmen. Wir wurden also trotz der taktisch gelungenen Positionierung hinter den Wagen der Fahrgeschäfte ordentlich durchgepustet. Die fünf Pfund Eintritt schienen uns ein bisschen happig und während die Meisten aus unserer Truppe den Heimweg antraten, fandenTobi und ich doch noch einen Weg zum großen Feuer. Der alte Guy Fawkes brannte bereits lichterloh und war nett anzuschauen. Binnen weniger Minuten stand dann ein riesiger Berg Holzpaletten in Flammen, woran nicht zuletzt der jetzt heftige Sturm schuld zu sein schien. Die tausenden Schaulustigen ließen sich vom Wetter nicht abschrecken und genossen ein beeindruckendes Flammenspiel, das seinerseits das Bremer Osterfeuer sicher abhängen würde. Auf dem Rückweg wurde noch kurz auf dem Rummel vorbeigeschaut. Dieser hingegen würde selbst vom kleinen Bremer Freimarkt um Längen geschlagen, da er sich lediglich aus zwei bis drei Karussells zusammensetzte und nicht wirklich als Publikumsmagnet fungieren konnte. Darum verbrachten wir auch den Rest des Abends mit Tee trinken und aufwärmen.


Antworten

  1. cooles bild!!!!


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